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NIS-2 und CER: Videosicherheit ganzheitlich denken – Dallmeiers Act-Now-Initiative

Dallmeier unterstützt Betreiber kritischer Infrastrukturen mit der Act-Now-Initiative bei NIS-2- und CER-Anforderungen an die Videosicherheit.

Was ist passiert?

Mit der Act-Now-Initiative will der Hersteller Dallmeier Betreiber kritischer und wichtiger Einrichtungen bei der Umsetzung der Anforderungen aus NIS-2 und der CER-Richtlinie (Critical Entities Resilience) unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei resiliente Videosicherheitstechnologie, Cybersecurity und die Absicherung von Lieferketten. Dallmeier entwickelt nach eigenen Angaben seit 1984 Videosicherheitstechnologie „Made in Germany“ und bringt diese Erfahrung nun gezielt in die aktuelle Regulatorik rund um NIS-2 und CER ein.

Die Details

Dallmeier definiert für eine belastbare Sicherheitsstrategie drei Dimensionen, die zusammenwirken müssen: physische Resilienz durch leistungsfähige Videosicherheit, Cyber-Resilienz durch „Security by Design“ sowie ein ISO-27001-zertifiziertes Informationssicherheitsmanagement, und geopolitische Resilienz durch „Made in Germany“-Fertigung und eine sichere Lieferkette. Nach Darstellung des Unternehmens ist genau dieses Zusammenspiel entscheidend, damit Betreiber die unterschiedlichen Anforderungen an eine resiliente Videosicherheitsinfrastruktur ganzheitlich berücksichtigen können.

Wie konkret die regulatorischen Vorgaben inzwischen in die technische Praxis hineinreichen, zeigen die neuen EU-CER-Leitlinien von Juli 2026. Die darin enthaltene Kontrollmaßnahme C30 formuliert explizite Anforderungen an Videosysteme. Dazu zählen unter anderem:

  • Echtzeitüberwachung kritischer Bereiche
  • kontinuierliche Aufzeichnung sicherheitsrelevanter Zonen
  • zuverlässige Zeitsynchronisation über alle Überwachungssysteme hinweg
  • regelmäßige Prüfungen des Aufzeichnungsstatus
  • definierte Aufbewahrungsfristen

Hinzu kommen Anforderungen an die Systemverfügbarkeit, eine gesicherte Notstromversorgung sowie die forensische Verwertbarkeit der Aufzeichnungen. Damit wird deutlich, dass Videosicherheit im Kontext von NIS-2 und CER nicht mehr isoliert betrachtet werden kann, sondern Teil eines umfassenderen Resilienzkonzepts sein muss.

Einordnung

Die jüngsten Angriffe auf kritische Infrastrukturen verdeutlichen laut Dallmeier, warum diese regulatorischen Anforderungen in der Praxis von Bedeutung sind. Betreiber kritischer und wichtiger Einrichtungen müssen künftig nicht mehr nur physische Gefahren im Blick behalten, sondern gleichzeitig Cyberrisiken, die Sicherheit ihrer Lieferketten und die durchgängige Verfügbarkeit ihrer Systeme berücksichtigen. Die eingesetzte Videosicherheitstechnologie rückt damit stärker in den Fokus regulatorischer Prüfungen, da sie gleichzeitig physischer Schutzmechanismus und potenzieller Angriffspunkt für Cyberbedrohungen sein kann.

Für Betreiber bedeutet dies, dass die Auswahl von Videosicherheitskomponenten künftig nicht mehr allein nach klassischen Kriterien wie Bildqualität oder Abdeckung erfolgen kann. Fragen der Cybersicherheit, der Herkunft von Komponenten und der Lieferkettenabsicherung gewinnen an Gewicht und müssen bei Planung und Betrieb mitgedacht werden.

Praxis-Tipps

Aus den im Quelltext beschriebenen Anforderungen lassen sich für Betreiber und Planer folgende Ansatzpunkte ableiten:

  • Prüfen, ob eingesetzte Videosysteme die in der Kontrollmaßnahme C30 genannten Funktionen erfüllen, etwa Echtzeitüberwachung, kontinuierliche Aufzeichnung und Zeitsynchronisation.
  • Aufbewahrungsfristen für Aufzeichnungen definieren und regelmäßig den Aufzeichnungsstatus kontrollieren.
  • Systemverfügbarkeit und Notstromversorgung als festen Bestandteil der Sicherheitsarchitektur berücksichtigen.
  • Cybersicherheit der Videotechnik nicht nachträglich, sondern von Beginn an im Sinne von „Security by Design“ einplanen.
  • Herkunft und Lieferkette der eingesetzten Komponenten als Teil der Risikobewertung einbeziehen.
  • Verfügbare Webinare und Praxisleitfäden nutzen, um sich einen Überblick über die Auswirkungen von NIS-2 und CER auf die eigene Videosicherheitsinfrastruktur zu verschaffen.

Ausblick

Dallmeier bietet im Rahmen der Act-Now-Initiative Webinare an, die Betreibern einen Einstieg in die Thematik ermöglichen sollen. Einige Angebote beleuchten die Risiken innerhalb der Lieferkette und vermitteln einen Überblick über den europäischen Rechtsrahmen sowie die drei genannten Dimensionen der Resilienz. Andere Webinare fokussieren gezielt auf NIS-2 und die daraus resultierenden Anforderungen an die Videosicherheit. Die Aufzeichnungen dieser Webinare stellt das Unternehmen im Rahmen der Initiative zur Verfügung.

Jürgen Seiler, Head of Business Development bei Dallmeier, bringt den Ansatz des Unternehmens auf den Punkt: „Wir verkaufen nicht nur Kameras – wir unterstützen unsere Kunden dabei, gesetzliche Vorschriften einzuhalten und ganzheitliche Resilienz zu erreichen.“ Für Betreiber kritischer und wichtiger Einrichtungen dürfte sich damit zeigen, dass die Umsetzung von NIS-2 und CER kein einmaliges Projekt ist, sondern eine fortlaufende Aufgabe, bei der physische, digitale und organisatorische Resilienz zusammengedacht werden müssen.